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Innovationspreis 2006 Wissensmangement
Herausforderung Leerstand | Nutzerorientierte Büroimmobilienanalyse zur Ermittlung von Revitalisierungspotentialen
Die Diplomarbeit wurde 2006 mit dem 'IFMA-Ausbildungspreis' für die beste wissenschaftliche Arbeit sowie dem 'GEFMA-Förderpreis' und einem der 'DVP-Förderpreise' ausgezeichnet
 
In dieser Arbeit wird ein Analyseinstrument für Investoren und Eigentümer entwickelt, das eine marktorientierte Entwicklung von leer stehenden vermietbaren Bürobestandsflächen ermöglicht. Dazu werden die Bedürfnisse der Nutzergruppen an das Produkt Immobilie ermittelt und darauf aufbauend ein Bewertungssystem entwickelt. Dieses nutzerorientierte System ermöglicht die Ableitung von Strategien und Handlungsalternativen, die materielles wie auch immaterielles Leistungsangebot der Immobilie betreffen. Ziel ist die Aufdeckung von Revitalisierungspotentialen für eine gezielte Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Durch die auf diese Weise ermöglichte Schaffung eines marktkonformen, systematisch auf die Nutzerbedürfnisse abgestimmten Angebots wird der Leerstand im Gebäude langfristig gesenkt. Erhöhte Gebäudeattraktivität führt so zu einer höheren Rentabilität, verbindet also die Interessen von Nutzer und Investor.
 
Wachsende Leerstände und sinkende Mietpreise beschäftigen Eigentümer, Vermieter und Verwalter von Büroimmobilien in fast allen deutschen Städten. Obwohl sich nach vorherrschendem Konsens die Weltwirtschaft in den nächsten Jahren erholen soll, wird sich diese Entwicklung nur verzögert auf den Bürovermietungsmarkt auswirken. 2003 stieg das Leerstandsvolumen von Büroflächen in den fünf deutschen Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München) weiter und liegt nun schon bei ca. 6,75 Mio. m², während noch immer beträchtliche Neubauvolumina den gesättigten Büromarkt speisen. Nutzeroptimierte Objekte finden jedoch auch in Krisenzeiten Abnehmer.
Die Herausforderung besteht deshalb darin, unter den derzeitigen Marktkonditionen mit einem großen und facettenreichen Angebot qualitativ hochwertiger und moderner Flächen zu geringen Mietpreisen Bestandsimmobilien den wachsenden Anforderungen potentieller Nutzer anzupassen. In dieser Arbeit wird ein Analyseinstrument für Investoren und Eigentümer entwickelt, das eine marktorientierte Entwicklung von leer stehenden vermietbaren Bürobestandsflächen ermöglicht. Dazu werden die Bedürfnisse der Nutzergruppen an das Produkt Immobilie ermittelt und darauf aufbauend ein Bewertungssystem entwickelt. Dieses nutzerorientierte System ermöglicht die Ableitung von Strategien und Handlungsalternativen, die materielles wie auch immaterielles Leistungsangebot der Immobilie betreffen. Ziel ist die Aufdeckung von Revitalisierungspotentialen für eine gezielte Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Durch die auf diese Weise ermöglichte Schaffung eines marktkonformen, systematisch auf die Nutzerbedürfnisse abgestimmten Angebots wird der Leerstand im Gebäude langfristig gesenkt. Erhöhte Gebäudeattraktivität führt so zu einer höheren Rentabilität, verbindet also die Interessen von Nutzer und Investor.
Eine besondere Rolle bei dieser Nutzerorientierung kommt Facility Management als einem ganzheitlichen und lebenszyklusorientierten Ansatz zu. Die konsequente Einbindung von FM in den Prozess der Strategiefindung und Maßnahmenplanung ermöglicht eine Maximierung des Nutzwertes und dient der Ertragssteigerung der Immobilie.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit ist in acht Kapitel unterteilt. Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die in die Arbeit einfließenden Themenbereiche erläutert. Dazu werden die Ausgangslage am Immobilienmarkt (bzw. am Bürovermietungsmarkt) und die Relevanz des Immobilienzyklus erläutert. Da für die vorliegende Arbeit die Orientierung am Markt eine wesentliche Rolle spielt, folgt eine Einführung in die Begrifflichkeiten des Immobilienmarketing und eine Einordnung der Vorgehensweise ins immobilienmarketingpolitische Instrumentarium. Anschließend wird die Bedeutung von Facility Management als nutzerbezogene und lebenszyklusorientierte Perspektive zur zukunftsfähigen (Um-)Gestaltung der Immobilie hervorgehoben.
Es folgt eine Erläuterung verschiedener Handlungsalternativen in der Verwertungsphase einer Immobilie und schließlich eine Eingrenzung und Definition der Immobilienbestandsentwicklung im Spannungsfeld von Objektanalyse, Marktanalyse und Projektentwicklung.
Im dritten Kapitel werden die Anforderungen potentieller Mieter an die Büroimmobilie analysiert. Die Unterscheidung nach vier Nutzerperspektiven ermöglicht eine differenzierte Ermittlung divergierender Anforderungsprofile, aus denen sich Maßnahmen zur Bestandsentwicklung ableiten lassen.
Im vierten Kapitel folgt eine methodische Herleitung einer Objektanalyse. Auf der Basis verschiedener etablierter Analysemethoden werden die für Mietentscheidungen relevanten Faktoren von Standort, Gebäude und Dienstleistungsangebot hergeleitet und ihre Bedeutung für die vier Nutzerperspektiven erläutert. Besonders wird dabei auf die endogenen und damit von Eigentümer oder Investor veränderbaren Faktoren Immobilie und Dienstleistungen eingegangen, da nur hier eine aktive Anpassung an die Markterfordernisse vorgenommen werden kann.
Im fünften Kapitel werden schließlich alle Kriterien in eine Nutzwertanalyse zusammengefasst, mit der die Attraktivität und die Notwendigkeit zur Anpassung des Leistungsangebots der Immobilie bewertet werden kann. Sie bildet das Kernstück der vorliegenden Arbeit, in sie fließen auch die vier Nutzerperspektiven ein.
Im sechsten Kapitel folgen einige Hinweise zur Feststellung der Wirtschaftlichkeit geplanter Maßnahmen ihrer Umsetzung. Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit wird dieser Teil allerdings sehr kurz abgehandelt.
Das siebte Kapitel zeigt die praktische Anwendbarkeit des erarbeiteten Instrumentariums anhand zweier Praxisbeispiele, im achten Kapitel wird schließlich noch auf Perspektiven und weitere Anwendungsmöglichkeiten für diese Methode eingegangen. Es folgt ein umfangreicher Anhang, in dem u.a. das entwickelte Bewertungsmodell anhand eines Beispiels demonstriert wird.

Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS    I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS    V
TABELLENVERZEICHNIS    VII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS    IX

1.    EINLEITUNG    1
I
1.1    HERAUSFORDERUNG LEERSTAND    1
1.2    AUFBAU DER ARBEIT    2

2.    RAHMENBEDINGUNGEN UND EINGRENZUNG    3
2.1    SITUATION AM BÜROIMMOBILIENMARKT    3
2.1.1    Konjunkturelle Rahmenbedingungen    3
2.1.2    Bürovermietungsmarkt und Leerstandsentwicklung    3
2.1.3    Ableitung des Handlungsbedarfs    4
2.2    IMMOBILIENZYKLUS    5
2.3    IMMOBILIENMARKETING    7
2.3.1    Begriff des Immobilienmarketing    7
2.3.2    Marketingpolitisches Instrumentarium    8
2.3.3    Immobilienmarketing zur Bestandsentwicklung    8
2.4    FACILITY MANAGEMENT    9
2.4.1    Definition von Facility Management    9
2.4.2    Lebenszyklus der Immobilie    11
2.5    REVITALISIERUNG    12
2.5.1    Strategische Optionen in der Verwertungsphase    12
2.5.2    Gründe und Arten der Bestandsentwicklung    13
2.5.3    Revitalisierung und Leerstandsmanagement    16
2.5.4    Vorgehensweise bei einer Revitalisierung im Vergleich zum Neubauprojekt    17
2.5.5    Gebäudeanalyse als Grundlage für eine Revitalisierung    19

3.    NUTZERANFORDERUNGEN AN ZU VERMIETENDE BÜROIMMOBILIEN    20
3.1    AUSGANGSBEDINGUNGEN FÜR DIE NUTZERERMITTLUNG    21
3.2    ABLEITUNG VON NUTZERBEDÜRFNISSEN AUS UNTERNEHMENSZIELEN    22
3.3    PERSPEKTIVEN DER NUTZERBEDÜRFNISSE    24
3.4    ARTEN VON ANFORDERUNGEN    25
3.5    ZIELGRUPPENSPEZIFISCHE GEWICHTUNG DER ANFORDERUNGEN    27
3.6    MITARBEITERORIENTIERTE PERSPEKTIVE    27
3.6.1    Anforderungen an die Behaglichkeit    30
3.6.2    Anforderungen an die Fläche    31
3.6.3    Anforderungen an den Standort    32
3.7    PROZESSORIENTIERTE PERSPEKTIVE    32
3.7.1    Anforderungen aus dem internen Leistungserstellungsprozess    33
3.7.2    Anforderungen aus der Kommunikation mit dem Kunden    35
3.7.3    Anforderungen an die Fläche    36
3.7.4    Anforderungen an die Gebäudetechnik    37
3.8    IDENTITÄTSORIENTIERTE PERSPEKTIVE: CORPORATE IDENTITY    38
3.8.1    Inhalte der Corporate Identity    38
3.8.2    Die Corporate Identity - Funktion der Immobilie    38
3.9    WIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE    39
3.9.1    Mietpreis    41
3.9.2    Flächeneffizienz    42
3.9.3    Betriebskosten    43

4.    OBJEKTANALYSE    46
4.1    BEWERTUNGSMETHODEN    46
4.2    STANDORTANALYSE    48
4.2.1    Kriterien zur Makrostandortwahl    50
4.2.2    Kriterien zur Mikrostandortwahl    50
4.2.3    Auswirkungen von Standortfaktoren auf die Immobilie    52
4.3    GEBÄUDEANALYSE    53
4.3.1    Erfolgsfaktoren für die Revitalisierung    53
4.3.2    Bauliche Flexibilität und Nutzungsflexibilität    53
4.3.3    Das Funktionalität/Flexibilität-Dilemma    54
4.3.4    Ausbaustandards    55
4.3.5    Vermietungsstand    56
4.3.6    Vorgehensweise bei Gebäudeprüfung    56
4.4    PRIMÄRSTRUKTUR    57
4.4.1    Tragwerk und Bauweise    58
4.4.2    Tiefgarage    58
4.4.3    Typologie    59
4.4.4    Fassade    63
4.4.5    Geschoßhöhe    64
4.4.6    Bewertung der Primärstruktur    65
4.5    SEKUNDÄRSTRUKTUR    67
4.5.1    Eingangs- und Empfangsbereich    68
4.5.2    Sanitärbereiche    68
4.5.3    Mitarbeiterbezogene Sonderflächen    68
4.5.4    Unternehmensbezogene Sonderflächen    68
4.5.5    Böden    69
4.5.6    Decken    69
4.5.7    Wände    70
4.5.8    Bewertung der Sekundärstruktur    70
4.6    TERTIÄRSTRUKTUR    71
4.6.1    HLK (Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik)    72
4.6.2    Beleuchtung    73
4.6.3    Sicherheitseinrichtungen    74
4.6.4    Informations- und Kommunikationstechnologie, Elektroinstallationen    74
4.6.5    Bewertung der Tertiärstruktur    76
4.7    IMMOBILIENBEZOGENE DIENSTLEISTUNGEN    76
4.7.1    Relevanz der immateriellen Leistungsqualität    77
4.7.2    Dienstleistungen als komplementäre Entscheidungsfaktoren    78
4.7.3    Spektrum möglicher Dienstleistungen    80
4.7.4    Service-Facilities als materielle Komponente von Dienstleistungen    81

5.    ABLEITUNG EINES ANFORDERUNGSKATALOGS    82
5.1    OPERATIONALISIERUNG DER KRITERIEN    82
5.2    STANDORT    86
5.3    GEBÄUDE    88
5.4    DIENSTLEISTUNGEN    90
6.    UMSETZUNG IN DIE LEISTUNGSPOLITIK    92
6.1    WIRTSCHAFTLICHKEITSANALYSE    92
6.2    MAßNAHMENPAKETE    92

7.    BEISPIELE    94
7.1    VORBILD CHISWICK PARK    94
7.1.1    Standort und Markt    94
7.1.2    Gebäude und Dienstleistungen    95
7.1.3    Bewertung    96
7.2    EUROPAFORUM II    97
7.2.1    Standort und Markt    97
7.2.2    Gebäude    98
7.2.3    Dienstleistungen    102
7.2.4    Verbesserungspotentiale und mögliche Umsetzung    102
8.    FAZIT UND AUSBLICK    104

LITERATURVERZEICHNIS    106
 
Alle wichtigen Daten auf einen Blick
Typ: Diplomarbeit
Kategorie: Facilitymanagement
Schwerpunkt: Büromarkt
Artikelnr.: ISBN 978-3-8324-8436-1
Jahrgang: 05/2004
Anbieter: Diplomica Verlag GmbH
Autor: Brunauer, Wolfgang
Umfang: 175 Seiten
Note: 1,7
Art der Hochschule: Fachhochschule Kufstein Österreich
 
Verfügbare Formate: Netto-Preis:  
69,16 €
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