Die HVB-Analyse gibt einen Überblick über den Büroimmobilienmarkt in Manhattan.
Der Büromarkt Manhattan durchlief im vergangenen Jahr eine schwierige
Phase. Zwar hat sich der Abschwung abgeflacht, die erhoffte Trendwende
ist jedoch bisher ausgeblieben. So liefern die Zahlen für das 1.
Quartal 2002 noch keinen Hinweis auf eine spürbare Besserung -
insbesondere in den Teilmärkten Midtown und Midtown South -, wenngleich
die jüngste Entwicklung in Downtown etwas zuversichtlicher stimmt. Eine
nachhaltige Stabilisierung des Gesamtmarktes Manhattan dürfte sich
unseren Einschätzungen zufolge frühestens zum 3. Quartal 2002
einstellen. Gleichzeitig sind wir jedoch der Ansicht, dass sich der
Büromarkt Manhattan in einer guten Ausgangsposition befindet, um von
der erwarteten konjunkturellen Erholung im weiteren Jahresverlauf zu
profitieren. Hierfür sprechen vor allem zwei Gründe: Erstens ist der
Büromarkt - anders als in voran- gegangenen Anpassungszyklen - nicht
durch ein spekulativ errichtetes Überangebot von Büroflächen geprägt.
Zweitens dürfte die übliche Zeitverzögerung zwischen der
Konjunkturbelebung auf der einen und der Büroflächennachfrage auf der
anderen Seite vergleichsweise kurz ausfallen, da die meisten Büronutzer
ihre Personal- und Flächenüberkapazitäten bereits abgebaut haben.
Dementsprechend wird es bei einem konjunkturell bedingten
Beschäftigungsanstieg verhältnismäßig schnell zu einer Belebung der
Nachfrage im Bereich der Büroflächen kommen. In der Folge werden vor
dem Hintergrund sinkender Leerstandsquoten die Mieten wieder steigen.