| Securitisation (Immobilienfinanzierung durch Verbriefung) |
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| Ziel der vorliegenden Arbeit ist es aufzuzeigen, wie die Bewerkstelligung einer strukturierten Immobilienfinanzierung erfolgen kann und wie hierdurch gewerbliche Wohnungsunternehmen auch zukünftig in der Lage sein werden, ihren Finanzbedarf zu decken. Hierzu werden die verschiedenen Arten von Verbriefungsprodukten im Immobilienfinanzierungsgeschäft aufgezeigt. Diese international geprägten Finanzierungsformen avancieren mittlerweile auch in Deutschland zu einem festen Bestandteil der Immobilienfinanzierung. Für sehr große Unternehmen ist es hierbei zum Teil erstrebenswert, einen eigenen Kapitalmarktzugang zu erhalten, während andere Finanzierungssuchende die Rolle des Kreditinstitutes als Kapitalmarktintermediär in Anspruch nehmen. Für das finanzierungssuchende Immobilienunternehmen bedeutet dies, die an der Due Diligence ausgerichtete Strukturierung der Finanzierung, die hiermit verbundene Gründung einer Einzweckgesellschaft und die Überwachung und Steuerung des Finanzierungsengagements durch vereinbarte Covenants zu beachten und umzusetzen. In diesem Zusammenhang erstreckt sich der Schwerpunkt dieser Arbeit auf die Darstellung der organisatorischen Gestaltung einer Finanzierung, welche aufgrund der erheblichen Komplexität des Finanzierungsgebildes mit Hilfe eines Kreditinstitutes durchgeführt wird. |
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Immobilienkrise - Finanzkrise - Kreditkrise: Für die internationalen Kapitalmärkte bescheren die Jahre 2008/2009 wenig erfreuliche Nachrichten, ein Ende dieser schwierigen Lage scheint vorerst nicht in Sicht. So stehen die internationalen Kapitalmärkte vor den größten Herausforderungen seit der Weltwirtschaftskrise 1929. Wurde 1929 die Geldmenge noch verknappt und damit die Krise angeheizt, haben die Staaten mittlerweile aus ihren Fehlern gelernt, so dass inzwischen Regierungen Bürgschaften für krisengefährdete Banken bereit stellen und die Zentral- und Notenbanken die Kreditmärkte mit zusätzlicher Liquidität versorgen. Trotz dieser massiven Interventionen besteht eine Unterversorgung inländischer Unternehmen mit frischen Krediten. Gründe hierfür finden sich vor allem in einem nur ungenügend funktionierenden Interbankenmarkt, aber auch in einer massiven Vertrauenskrise gegenüber dem gesamten Kapitalmarkt. Letzteres spiegelt sich in einer deutlichen Verschärfung der Kreditrichtlinien für Unternehmenskredite und einer Neubewertung von Kreditrisiken wider, was sich ganz allgemein auf ein mangelndes Vertrauen der Kapitalanleger zurückführen lässt. Selbst die von der Immobilien-Spekulationsblase kaum betroffene deutsche Immobilienwirtschaft klagt über Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihrer Vorhaben. Die bisher in der Mehrzahl praktizierte klassische Kreditfinanzierung mit Hilfe von Banken ist durch Zurückhaltung bei Kreditzusagen gekennzeichnet. Jedoch ist gerade die kapitalintensive Immobilienwirtschaft auf einen verlässlichen Finanzierungsmarkt angewiesen. Somit wird es immer wichtiger, zusätzliche Finanzierungsvarianten in Anspruch zu nehmen. Einen erfolgversprechenden Weg bietet hierbei die Inanspruchnahme von sog. ‘Innovativen Finanzquellen’, zu denen auch die hier näher betrachtete Finanzierung durch Immobilienverbriefung, die sog. ‘Securitisation’ zählt. Jene beschränkt sich nicht mehr ausschließlich auf die grundpfandrechtlichen Sicherheiten, sondern stellt vielmehr auf die nachhaltige Ertragskraft der Immobilie ab. Da jede Immobilie auf Cash-flow basiert und dieser bei dauerhaft und langfristig stabilen Mieten gewährleistet ist, eignen sich Immobilien sehr gut für die Verbriefung am Kapitalmarkt. Immobilien Securitisation stellt damit eine alternative, innovative und kapitalmarktorientierte Immobilienfinanzierungsform dar. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es aufzuzeigen, wie die Bewerkstelligung einer strukturierten Immobilienfinanzierung erfolgen kann und wie hierdurch gewerbliche Wohnungsunternehmen auch zukünftig in der Lage sein werden, ihren Finanzbedarf zu decken. Hierzu werden die verschiedenen Arten von Verbriefungsprodukten im Immobilienfinanzierungsgeschäft aufgezeigt. Diese international geprägten Finanzierungsformen avancieren mittlerweile auch in Deutschland zu einem festen Bestandteil der Immobilienfinanzierung. Für sehr große Unternehmen ist es hierbei zum Teil erstrebenswert, einen eigenen Kapitalmarktzugang zu erhalten, während andere Finanzierungssuchende die Rolle des Kreditinstitutes als Kapitalmarktintermediär in Anspruch nehmen. Für das finanzierungssuchende Immobilienunternehmen bedeutet dies, die an der Due Diligence ausgerichtete Strukturierung der Finanzierung, die hiermit verbundene Gründung einer Einzweckgesellschaft und die Überwachung und Steuerung des Finanzierungsengagements durch vereinbarte Covenants zu beachten und umzusetzen. In diesem Zusammenhang erstreckt sich der Schwerpunkt dieser Arbeit auf die Darstellung der organisatorischen Gestaltung einer Finanzierung, welche aufgrund der erheblichen Komplexität des Finanzierungsgebildes mit Hilfe eines Kreditinstitutes durchgeführt wird. Gang der Untersuchung: Zunächst wird im ersten Kapitel auf die Umfeldbedingungen der gewerblichen Wohnungswirtschaft eingegangen. Um die Ertragskraft eines Immobilienportfolios in der Zukunft einzuschätzen und damit die Plausibilität der Prognose für die Finanzierbarkeit der Objekte zu prüfen, ist es erforderlich, die Struktur und den Wettbewerb in der betreffenden Branche zu erklären und aufzuzeigen. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Grundlagen von Investition und Finanzierung, wobei speziell auf die Finanzintermediäre, die Finanzierungsarten und die Besonderheiten bei Immobilienfinanzierungen eingegangen wird. Diese Kenntnisse helfen in Kapitel drei, die Wesensart einer Strukturierten Finanzierung nachvollziehen zu können, welche an Hand der verschiedenen Ausprägungen der Immobilien Securitisation vorgestellt wird. Im vierten Kapitel wird die Immobilien Securitisation an einem konkreten Fallbeispiel aufgezeigt. Dabei handelt es sich nicht um eine sog. Real Estate Securitisation, bei welcher der Immobilieninhaber direkt den Weg zum Kapitalmarkt sucht. Vielmehr geht hier die Initiative von der darlehensgebenden Bank aus. Im ‘Strukturellen Teil’ der Finanzierung werden die diesbezüglich notwendigen Funktionsträger und Maßnahmen vorgestellt. Hierbei wird schwerpunktmäßig auf die neu zu gründende Objektgesellschaft und die Due Diligence Real Estate eingegangen. Der nachfolgende ‘Operationale Teil’ beschäftigt sich mit den zu gewährenden Mitwirkungs- und Kontrollrechten, welche über umfangreiche Nebenabreden (Covenants) in den Finanzierungsverträgen explizit benannt werden. Die Schlussbetrachtung umfasst neben einer zusammenfassenden Beurteilung des dargestellten Finanzierungsinstrumentes Securitisation einen Ausblick auf die Erfolgsaussichten, die diese Sonderform der Fremdkapitalbeschaffung bietet.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2 Abbildungsverzeichnis 5 Tabellenverzeichnis 7 Abkürzungsverzeichnis 8 Ziel und Aufbau der Arbeit 10
1. Markt- und Umfeldbedingungen der Immobilienwirtschaft 13 1.1 Umfeldsituation der immobilienbewirtschaftenden Unternehmen 13 1.2 Der demografische Wandel in Deutschland 14 1.3 Daten und zukünftige Entwicklung der Wohnungsmärkte 17 1.4 Möglichkeiten der Wohnungswirtschaft 18 1.5 Gewerbe- und Sonderimmobilienmärkte 21
2. Grundlagen der Immobilienfinanzierung 26 2.1 Systematisierung der Immobilienfinanzierung 26 2.2 Maßgebliche Finanzintermediäre für Immobilienfinanzierungen 27 2.2.1 Immobilienfinanzierung in Deutschland 28 2.2.2 Anbieter von Immobilienfinanzierungen 28 2.3 Traditionelle Immobilienfinanzierung 31 2.4 Sachenrechtliche Grundlagen der Finanzierung 32 2.5 Strukturierte (innovative) Immobilienfinanzierung 34
3. Die Verbriefung im Bereich der deutschen Immobilienwirtschaft 36 3.1 Handhabung und Grundbegriffe 36 3.1.1 Real Estate Investment Banking 36 3.1.2 Asset Backed Securities 38 3.1.3 Einzweckgesellschaft 40 3.1.4 Auswirkungen auf den Kreditnehmer bei ABS-Transaktionen 41 3.2 Verbriefungen in der deutschen Immobilienwirtschaft 42 3.2.1 Wege zum Kapitalmarkt 42 3.2.2 Mortgage Backed Securitisation 44 3.2.3 Real Estate Securitisation 45
4. Fallstudie: Die Verbriefung von Immobiliendarlehen 48 4.1 Beschreibung des Unternehmens 48 4.2 Kapitalmarktbasierte Finanzierung 49 4.3 Funktionsträger eines Verbriefungsprozesses 50 4.3.1 Der Arrangeur 51 4.3.2 Die Objektgesellschaft 52 4.3.3 Service-Agent und Treuhänder 55 4.4 Maßnahmen eines Verbriefungsprozesses 57 4.5 Die Due Diligence Real Estate 57 4.5.1 Der Letter of Intent 59 4.5.2 Die wirtschaftliche Due Diligence 59 4.5.3 Die rechtliche Due Diligence 60 4.5.4 Die steuerliche Due Diligence 62 4.5.5 Die technische Due Diligence 65 4.5.6 Cash-flow der Transaktion 70 4.5.7 Zwischenfazit 71 4.6 Covenants 72 4.6.1 Financial Covenants 73 4.6.2 Non-Financial Covenants 76 4.6.3 Rechtsfolgen bei Covenant-Brüchen 77 4.6.4 Zwischenfazit 79
5. Abschließende Betrachtung und Ausblick 80 Quellenverzeichnis 84 Anhang 90 Anhang 1: Kriterien der Marktattraktivität von Immobilienmärkten 90 Anhang 2: Scoring-Modell Wettbewerbsstärke 91 Anhang 3: Checkliste Due Diligence Real Estate Teil 1 92 Anhang 4: Checkliste Due Diligence Real Estate Teil 2 93 Anhang 5: Business-Plan/Portfolio 94 Anhang 6: Muster Schuldendienstdeckungsvereinbarung 95 Anhang 7: Muster Erfüllungsbescheinigung 96
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| Typ: |
Diplomarbeit |
| Kategorie: |
Immobilienfinanzierung |
| Schwerpunkt: |
Immobilienfinanzierung |
| Artikelnr.: |
ISBN 978-3-8366-3366-6 |
| Jahrgang: |
06/2009 |
| Anbieter: |
Diplomica Verlag GmbH |
| Autor: |
Bothur, Joachim |
| Umfang: |
95 Seiten |
| Note: |
1,3 |
| Art der Hochschule: |
Hamburger Fern-Hochschule Deutschland |
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