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Innovationspreis 2006 Wissensmangement

Handelsimmobilien Report Nr. 15 vom 15.02.2008

Deutschland steht bei internationalen Händlern hoch im Kurs, Schwierige Aufgabe bei Hertie, Problemzone Nebenlagen (2): Lösungen bieten nur verbindliche Ansätze, Erlangen und Ingolstadt im Spannungsfeld neuer Shopping Center, Direkt im historischen Herzen von Bordeaux, Die Kreditkrise zeigt in den 1A-Lagen der Innenstädte kaum Wirkung, Hamburg zieht Luxus-Marken an, Douglas Holding erwischt einen guten Start, Wann ist das Shopping Center ein Gewinn für die Innentstadt?
 
Der  'Handelsimmobilien Report' befasst sich als wohl einziges deutsches Medium spezifisch mit Einzelhandelsimmobilien. Die Chancen, die der Handel auch in einer reifen Volkswirtschaft bietet, haben internationale Investoren erkannt. Gerade der deutsche Handel, der auf konjunkturell schwierige Jahre in einer demografisch schwachen Volkswirtschaft zurückblickt, ist dadurch in hohem Maß international wettbewerbsfähig geworden.

Anders als bei einer Büroimmobilie verdient der Handelsein Geld wesentlich mit der Immobilie und nicht nur in der Immobilie.

Das Verständnis der Einzelhandelsimmobilie ist in viel stärkerem Maßedurch die Branche bzw. den Nutzer geprägt als z. B. bei einer Büroimmobilie,die eben dann besonders an Wert gewinnt, wenn sie möglichst unabhängigvom jeweiligen Nutzer ist. Der Einzelhandel steht mit Blick auf sichwandelnde Konsumgewohnheiten vor großen Veränderungen. Größere Flächen, Fokussierung auf bessere Standorte in wachstumsstarken Regionen,zeitgemäße Verkaufsräume, zunehmende Sanierungs- oder Nachnutzungsnotwendigkeitenund auch die Anpassung an ältere Konsumenten sind nurerste Stichworte, die Investments in Handelsimmobilien ebenso betreffen wie Projektentwicklung und Asset Management.

Weiteres Kernthema des 'Handelsimmobilien Report' ist der Bereich der Stadtentwicklung. Das Thema hat nicht nur mit Innenstadtbelebung,sondern sehr viel mit der Werterhaltung und Wertsteigerung von Einzelhandelsimmobilienzu tun. Die Erhaltung lebendiger und attraktiver Innenstädtemit zum Teil wertvollem und erhaltenswertem Immobilienbestand hat aberauch einen kulturellen Wert, der jeweils den aktuellen Handelstrends gegenübergestelltwerden muss.
 
Im Editorial beschäftigt sich Ruth Vierbuchen mit den negativen Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung auf die Konsumkonjunktur. Trotz Konjunkturaufschwung, Belebung am Arbeitsmarkt und Einkommenssteigerungen verzeichnete der Einzelhandel 2007 einen Umsatzrückgang. Einzig der Staat profitiert vom Boom in Deutschland. Solange die Bundesregierung die Haushaltskonsolidierung primär über Steuer- und Abgabenerhöhungen betreibt und dem Bundesbürger nur wenig Geld für den Konsum übrig lässt, wird der konjunkturelle Aufschwung nur schwer an Breite und Festigkeit gewinnen.

Deutschland steht bei internationalen Händlern hoch im Kurs:
Der deutsche Einzelhandel steht derzeit nicht gerade auf der Sonnenseite der Konjunktur. Dennoch drängen ausländische Einzelhandelsfilialisten verstärkt auf den hiesigen Markt, wie CB Richard Ellis und Colliers Grossmann & Berger registrieren. Doch nicht jeder ausländische Konzern wird auf dem schwierigen, preisaggressiven deutschen Markt Erfolg haben. (Vierbuchen, Seite 2)

Schwierige Aufgabe bei Hertie:
Kay Hafner, der frühere Chef von Wal Mart Deutschland, hat den Chefposten bei Hertie aufgegeben. Auf Hafners Nachfolger wartet keine leichte Aufgabe. Gerade die kleinflächigen Karstadt-Kompakt-Warenhäuser in Mittelstädten und Stadtteillagen, die der britische Investor Dawnay, Day im Sommer 2005 übernommen hatte, stellen höchste Anforderungen an das Management bei der Wahl des richtigen Sortiments für den jeweiligen Standort. (Vierbuchen, Seite 4)

Problemzone Nebenlagen (2): Lösungen bieten nur verbindliche Ansätze:
Während die Top-Lagen der deutschen Innenstädte bei Einzelhandel und Investoren hoch im Kurs stehen, suchen die Immobilienbesitzer in den Stadtteilquartieren nach tragfähigen Ansätzen, um die Attraktivität zu steigern. Dabei helfen nur verbindlichen Konzepte, die alle Interessenten an das Projekt binden. So etwa die Gründung einer Managementgesellschaft, die das Management des Quartiers übernimmt (Modell A) oder sie geben die Aufgaben an einen Generalmieter weiter. (Heerde, Seite 6)

Erlangen und Ingolstadt im Spannungsfeld neuer Shopping Center:
Das gefürchtete Factory Outlet Center sowie das Einkaufszentrum WestPark hat die Innenstadt von Ingolstadt gut verkraftet. Mit einer Zentralitätskennziffer von 142,9 unterstreicht die Stadt ihre Stärke als Einkaufsstandort in Bayern. Die Erlanger Bürger haben die Ansiedlung der "Erlangen Arcaden" mit Anschluss an die Fußgängerzone ausdrücklich befürwortet, weil sie dadurch eine Aufwertung des Standorts erwarten. Nun wartet die Stadt auf die Eröffnung des Centers. (Schalk, Seite 9)

Direkt im historischen Herzen von Bordeaux:
Redevco France, Tochter der europaweit operierenden Redevco-Gruppe, plant ein ehrgeiziges Revitalisierungsprojekt im historischen Herzen von Bordeaux. An der Rue Catherine hat das Unternehmen von der Süd-West-Gruppe eine Industriebrache übernommen. Zusammen mit dem Immobilien-Entwickler Nexity und den öffentlichen Wohnungsunternehmen Domofrance und der Thierry Oldag Group will das Unternehmen auf 10 000 qm Fläche Wohnraum schaffen, auf weiteren 15 000 qm soll ein Open-Air-Shopping Center mit Freizeiteinrichtungen zur Belebung des Stadtquartiers entstehen. (Vierbuchen, Seite 10)

Die Kreditkrise zeigt in den 1A-Lagen der Innenstädte kaum Wirkung:
Für Immobilien in1a-Lagen sind nach Beobachtung des Maklerunternehmens Kemper’s seit Jahresbeginn keine gravierenden Preisreduzierungen festzustellen. Der anhaltende Renditevorsprung im Vergleich zu den wichtigsten europäischen Nachbarländern und die Tatsache, dass kein anderes Land in Europa eine so große Vielfalt an Metropolen und erstklassigen Mittelstädten aufweist, macht Deutschland zum interessanten Investmentmarkt für hochwertige Immobilien. (Vierbuchen, Seite 11)

Hamburg zieht Luxus-Marken an:
Die Zahlung von "Key Money" zur Sicherung attraktiver Einzelhandelsstandorte ist ein Phänomen, das eher von den Märkten Osteuropas in der Aufbauphase bekannt ist. Nach Beobachtung von Colliers Grossmann & Berger ist der Nachfrageüberhang nach erstklassigen Lagen in der Hansestadt Hamburg aber inzwischen so groß, dass Mietinteressenten bereit sind, für Top-Standorte Ablösesummen im hohen sechsstelligen Bereich an den Vormieter zu zahlen, um sich die Fläche zu sichern. (Vierbuchen, Seite 11)

Douglas Holding erwischt einen guten Start:
Wie sehr ein tragfähiges Einzelhandelskonzept, das auch die nachhaltige Expansion im europäischen Ausland unterstützt, dazu beiträgt, dass sich ein Einzelhandelskonzern den Widrigkeiten des seit Jahren schwachen deutschen Binnenmarktes entziehen kann, zeigt der Hagener Douglas-Konzern. Im 1. Quartal 2006/07, das vom 1.10. bis 31.12. geht, erzielte der Fachgeschäftskonzern bedingt durch sein Engagement im wachstumsstärkeren Ausland, ein Wachstum von 5,6 %, während der deutsche Einzelhandel bedingt durch die Mehrwertsteuererhöhung mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hat.

Wann ist das Shopping Center ein Gewinn für die Innentstadt?
Das Zusammenspiel von City und Center funktioniert nach Feststellung der Hamburger Hafen City Universität vor allem dann, wenn die Stadt über ein großes Einzugsgebiet verfügt und mehr leistungsstarke Geschäfte zu bieten hat, als das Shopping Center. Umgekehrt sollte das Center eher eine Angebotsergänzung zum innerstädtischen Einzelhandel darstellen, also Sortimentslücken schließen. Ideal ist es, wenn sich das Center nach außen öffnet und frequentierte Lagen verbindet. (Vierbuchen, Seite 13)
 
Alle wichtigen Daten auf einen Blick
Typ: Report
Kategorie: Portfoliomanagement
Schwerpunkt: Einzelhandel
Jahrgang: 02/2008
Anbieter:
Umfang: 14 Seiten, div. Tabellen
und Abb.
 
Kostenlose Anmeldung erforderlich
Handelsimmobilien Report Nr. 15 vom 15.02.2008
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