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Innovationspreis 2006 Wissensmangement

Handelsimmobilien Report Nr. 17 vom 14.03.2008

Der Geschmack der Konsumenten entscheidet über die Zukunft der Immobilie mit, Professioneller Branchenmix im Stadtquartier, Großbritannien hat den internationalsten Handelsmarkt, C & A richtet den Fokus stärker auf die modebewussten Jungen, Neue Akzente durch das City Center Bergedorf, Karstadt startet in die nächste Warenhaus-Generation, Wenn der Supermarkt geht, kommt der Textil-Discounter, Augsburgs Innenstadt hat sich wieder zurückgekämpft, Stadtentwicklung zwischen Shopping Center und BIDs, Shopping Center Metropole Belgrad im Spannungsfeld
 
Der  'Handelsimmobilien Report' befasst sich als wohl einziges deutsches Medium spezifisch mit Einzelhandelsimmobilien. Die Chancen, die der Handel auch in einer reifen Volkswirtschaft bietet, haben internationale Investoren erkannt. Gerade der deutsche Handel, der auf konjunkturell schwierige Jahre in einer demografisch schwachen Volkswirtschaft zurückblickt, ist dadurch in hohem Maß international wettbewerbsfähig geworden.

Anders als bei einer Büroimmobilie verdient der Handelsein Geld wesentlich mit der Immobilie und nicht nur in der Immobilie.

Das Verständnis der Einzelhandelsimmobilie ist in viel stärkerem Maßedurch die Branche bzw. den Nutzer geprägt als z. B. bei einer Büroimmobilie,die eben dann besonders an Wert gewinnt, wenn sie möglichst unabhängigvom jeweiligen Nutzer ist. Der Einzelhandel steht mit Blick auf sichwandelnde Konsumgewohnheiten vor großen Veränderungen. Größere Flächen, Fokussierung auf bessere Standorte in wachstumsstarken Regionen,zeitgemäße Verkaufsräume, zunehmende Sanierungs- oder Nachnutzungsnotwendigkeitenund auch die Anpassung an ältere Konsumenten sind nurerste Stichworte, die Investments in Handelsimmobilien ebenso betreffen wie Projektentwicklung und Asset Management.

Weiteres Kernthema des 'Handelsimmobilien Report' ist der Bereich der Stadtentwicklung. Das Thema hat nicht nur mit Innenstadtbelebung,sondern sehr viel mit der Werterhaltung und Wertsteigerung von Einzelhandelsimmobilienzu tun. Die Erhaltung lebendiger und attraktiver Innenstädtemit zum Teil wertvollem und erhaltenswertem Immobilienbestand hat aberauch einen kulturellen Wert, der jeweils den aktuellen Handelstrends gegenübergestelltwerden muss.
 
Im Editorial beschäftigt sich Ruth Vierbuchen mit der ambivalenten Situation auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt. Einerseits signalisieren schrumpfende Realeinkommen bei deutlich steigenden Preisen, dass wenig Spielraum für Mehrkonsum bleibt. Andererseits investieren deutsche Handelskonzerne wie lange nicht in ansprechende Ladengestaltung, neue Filialen und neue Konzepte. Der Wettbewerb bleibt hart. Am besten gewappnet sind die Handelskonzerne, die ein starkes Standbeim im wachstumsstarken Ausland haben. (Seite 1)

Der Geschmack der Konsumenten entscheidet über die Zukunft der Immobilie mit:
Bei der Bewertung spielen harte Fakten wie die Lage einer Handelsimmobilie, ihre Anbindung an die Umgebung und die Laufzeit der Mietverträge die entscheidende Rolle. Doch weiche Faktoren, wie die Frage, ob der langfristige Mieter auch ein Konzept hat, das die aktuellen Konsummuster trifft, wird laut Degi Research beim Investment oft zu wenig berücksichtigt. (Vierbuchen, Seite 2).

Professioneller Branchenmix im Stadtquartier:
In Deutschland ist das Thema Aufwertung von Geschäftsstraßen zum Modethema der Stadtentwicklung geworden, das nicht zuletzt seine Verankerung im Städtebaurecht gefunden hat. Neben dem Marketing von Standorten kommt jedoch dem Branchen- und Flächenmanagement eine Schlüsselfunktion für die erfolgreiche und nachhaltige Vermarktung von Standorten zu. Die Aufwertung von Geschäftsstraßen ist nicht allein eine Frage von baulichen Maßnahmen, sondern eine Frage der professionellen Vermarktung und des Managements von Flächen. (Heerde, Seite 4)

Großbritannien hat den internationalsten Handelsmarkt:
Der britische Einzelhandelsmarkt weist nach einer Untersuchung des Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) weltweit den höchsten Internationalisierungsgrad auf. Das heißt: 55% der Einzelhändler, die international operieren und ihren Hauptsitz außerhalb Großbritanniens haben, sind auf der Insel mit Stores vertreten. Das geht aus dem "Global Retail Report" von CBRE hervor. Deutschland liegt auf Rang vier, holt aber langsam auf. (Vierbuchen, Seite 6)

C & A richtet den Fokus stärker auf die modebewussten Jungen:
Anfang März hat die C & A-Gruppe ihr neues Konzept Avanti in der ersten 3 000 qm großen Filiale in der Innenstadt von Augsburg vorgestellt. Zwar zielt die Textilkette mit ihren Eigenmarken Clockhouse (Jugend), Yessica (Frauen) und Angelo Litrico (Herren) ebenfalls auf die Klientel der 15 bis 45-Jährigen, doch erwartet das Unternehmen von Avanti eine bessere Durchdringung und Ausschöpfung dieses Marktsegments. Auch Wettbewerber wie H & M setzen mit neuen Konzepten und Namen auf die Erschließung weiterer Zielgruppen. (Vierbuchen, Seite 8).

Neue Akzente durch das City Center Bergedorf:
Die in der Öffentlichkeit vor allem durch Objekte wie das Berliner Grand Hotel Adlon und die G8-Gipfel-Tagungsstätte Grand Hotel Heiligendamm bekannte Fundus-Gruppe gehört mittlerweile auch zu den großen Betreibern von Einkaufszentren in Deutschland. Köpenick und Pankow sind bekannte Center des Unternehmens. Jetzt stellte sie ihre neueste Entwicklung vor: Das Fachmarkt-Zentrum "City Center Bergedorf", das Anfang März eröffnet wurde. Im harten Wettstreit konnte sich Fundus  Ende der 1990er-Jahre gegen die Konkurrenz durchsetzen. (Wrede, Seite 10)

Karstadt startet in die nächste Warenhaus-Generation:
Wie müsste ein Warenhaus aussehen, wenn man heute mit dieser Vertriebslinie ganz neu starten würde? Das Idealhaus anno 2008 also? Nach dieser Vorgabe hat der Essener Warenhauskonzern Karstadt, der tatsächlich bereits 126 Jahre alt ist, sein neuestes Warenhaus im Shopping Center am Limbecker Platz in Essen konzipiert. Neue Ideen sind dringend gefragt, denn die Vertriebslinie Warenhaus gehört seit Jahren zu den Verlierern im hart umkämpften Einzelhandelsmarkt. Am 13. März war die Eröffnung. (Vierbuchen, Seite 10).

Wenn der Supermarkt geht, kommt der Textil-Discounter:
Die Sortimente wachsen und damit auch der Flächenbedarf im Einzelhandel. Discounter und innerstädtische Supermärkte benötigen immer größere Verkaufsflächen und geben 600 qm-Märkte trotz guter Innenstadt-Lage auf. Für die kleineren Flächen hat sich nach Beobachtung des Maklerunternehmens Brockhoff & Partner eine ganz neue Klientel herausgebildet. Dazu gehören Getränkemärkte und Textilketten wie Takko und Kik, die das Discountprinzip adaptiert haben und bei ihrem begrenzten Sortiment aus Schnelldrehern mit der kleinen Fläche auskommen. (Vierbuchen, Seite 12)

Augsburgs Innenstadt hat sich wieder zurückgekämpft:
Die klassische 1A-Lage in Augsburg bleibt auf Wachstumskurs. Die Zeiten harter Konkurrenz durch die City-Galerie scheinen weit entfernt und die Kunden haben die Annastraße, Bürgermeister-Fischer-Straße und Bahnhofstraße als klassische Einkaufsmeilen wiederentdeckt. Höhere Frequenz und neue Einzelhandelskonzepte in der City haben eine zusätzliche Nachfrage nach neuen und modernen Einzelhandelsflächen ausgelöst. (Schalk, Seite 12)

Stadtentwicklung zwischen Shopping Center und BIDs:
Die Kontroverse zwischen den Gegnern von Shopping Center als Mittel zur Innenstadt-Sanierung und den Befürwortern, die darauf verweisen, dass sich die Center immer stärker an ihr Umfeld anpassen, hält an. Das brachte auch der Heuer-Kongress "Handels-Dialog: Handel(n) in der City" in Düsseldorf wieder zutage. Doch offenbar sind sowohl Shopping Center als auch Business Improvement Districts (BID) geeignet, Innenstädte attraktiver zu gestalten, wenn das Feintuning stimmt. (Vierbuchen, Seite 13)

Shopping Center Metropole Belgrad im Spannungsfeld:
Die Entwicklung Serbiens und seiner Hauptstadt Belgrad ist insgesamt vor dem Hintergrund der aktuell recht ungewissen politischen Situation im Kosovo und den daraus erwachsenden, nicht genau absehbaren, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen, zu bewerten. Andererseits ist angesichts einer Vielzahl von weit fortgeschrittenen Shopping-Center-Planungen sowie der verstärkt in Serbien expandierenden internationalen Handelsunternehmen abzusehen, dass die Handelslandschaft Belgrads in den nächsten Jahren intensiven Veränderungen unterworfen sein wird und der Wettbewerbsdruck stetig steigen dürfte. (Wiedemann, Seite 15).
 
Alle wichtigen Daten auf einen Blick
Typ: Report
Kategorie: Portfoliomanagement
Schwerpunkt: Einzelhandel
Jahrgang: 03/2008
Anbieter:
Umfang: 16 Seiten, div. Tabellen
und Abb.
 
Kostenlose Anmeldung erforderlich
Handelsimmobilien Report Nr. 17 vom 14.03.2008
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