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Innovationspreis 2006 Wissensmangement

Zeitschrift für immobilienwirtschaftliche Forschung und Praxis | Ausgabe 6 Schwerpunkt Kommunale Wohnungswirtschaft & Privatisierung kommunaler Wohnungsunternehmen

Die erste Ausgabe der ZfiFP des Jahres 2008 widmet sich, wenn auch aus unterschiedlicher Sicht, mit der Bedeutung der kommunalen Wohnungswirtschaft vor dem Hintergrund einer stellenweise ideologisch gefärbten Diskussion um die Privatisierung kommunaler Wohnungsunternehmen.
 
Das Jahr 2008 ist nun bereits ein Viertel Jahr alt und ein Megathema beherrscht wie auch 2007 noch immer die Schlagzeilen "Die Krise der internationalen Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf den Immobilienmarkt". Viele in Wissenschaft und Praxis lobten das Zusammenwachsen von Immobilien- und Kapitalmarkt, sehnen die Immobilie als wertpapierähnliche Asset-Klasse herbei und das Asset-Management wird zur Me-too-Strategie für viele Unternehmen, ohne zu wissen, um was es eigentlich geht. Der Hype der letzten Jahre zeigt nun sein anderes Gesicht: die zunehmende Zurückhaltung internationaler Investoren, das Vorbeischrammen an einer Bankenkrise, steigende Finanzierungskosten und restriktive Kreditpolitik. Für die Einen ist das eine temporäre, eher kurzfristige Begleiterscheinung, und für Andere eine längerfristige Krise mit volatilen Märkten. Ökonomisch gesehen ist die Entwicklung logisch erklärbar: das "Immunsystem des Marktes" korrigiert laufend Fehlentwicklungen, insbesondere diejenigen, denen die realwirtschaftliche Basis fehlt. Die Finanzmärkte heben sicht seit Jahren in ihren "abgeleiteten" (derivativen) Teilmärkten immer mehr von der Realwirtschaft ab und auch die Kursentwicklung ist kaum mehr fundamental erklärbar. Insbesondere die Immobilienbranche in Deutschland lernt, dass Chancen und Risiken untrennbar miteinander verbunden sind, d.h. sie sind wie die beiden Seiten ein- und derselben Münze.

Die erste Ausgabe der ZfiFP des Jahres 2008 widmet sich, wenn auch aus unterschiedlicher Sicht, mit der Bedeutung der kommunalen Wohnungswirtschaft vor dem Hintergrund einer stellenweise ideologisch gefärbten Diskussion um die Privatisierung kommunaler Wohnungsunternehmen.

Im ersten Beitrag untersuchen Prof. Dr. habil. Guido Spars und Dipl.-Ing. Holger Mrosek, Bergische Universität Wuppertal, die Stadtrendite aus wohlfahrtsökonomischer Sicht. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass auch vor dem Hintergrund der Finanzmarktturbulenzen und der anhaltenden Verkaufsbereitschaft der Kommunen von Wohnungsbeständen die Stadtrendite zunehmend wichtiger wird, den Zusatznutzen kommunaler Wohnungsunternehmen für die Städte quantifizierbar und transparent aufzuzeigen. Dabei ist die Ausrichtung der kontroversen Privatisierungsdiskussion auf den wohlfahrtsökonomischen Aspekt hilfreich, indem – übereinstimmend mit dem zweiten Beitrag von Dr. Müller- neben der Rendite auch der Zusatznutzen für das städtische Gemeinwesen aufgezeigt wird.

Im zweiten Beitrag "Wohnungswirtschaft – eine Branche im Umbruch zwischen vermeintlicher Privatisierungsphobie und Renditeeuphorie" befasst sich Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung GWW Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft mbH, kritisch mit dem Thema Privatisierung kommunaler Wohnungsbestände bzw. kommunaler Wohnungsunternehmen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Reduzierung einer Strategie lediglich auf den Cashflow bei weitem nicht ausreicht, um Wohnungsunternehmen auch erfolgreich in die Zukunft zu führen.
 
Stadtrendite kommunaler Wohnungsunternehmen aus wohlfahrtsökonomischer Sicht
- Ergebnisse einer Expertise für das BBR

1. Einführung
2. Definition und wohlfahrtsökonomische Einbettung
3. Marktunvollkommenheiten und -versagen auf dem Wohnungsmarkt?
3.1 Das Gut Wohnnutzung und seine Besonderheiten
3.2 Besonderheiten der Produktions- und Angebotsfunktion
3.3 Probleme in kleinen lokalen Märkten
3.4 „Lock-in-Effekt“ und Gefangenendilemma
4. Komponenten einer Stadtrendite und Probleme der Messung
4.1 Versorgung von Haushalten mit Marktzugangsschwierigkeiten
4.2 Wohnumfeld und Stadtentwicklung
4.3 Messung von Stadtrendite
5. Fazit

Wohnungswirtschaft - eine Branche im Umbruch zwischen vermeintlicher Privatisierungsphobie und Renditeeuphorie

Den Unternehmenswert steigern
Neuer Auftrieb durch EK-02-Steuer?
Das Humankapital wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor
 
Alle wichtigen Daten auf einen Blick
Typ: Trendbericht
Kategorie: Portfoliomanagement
Schwerpunkt: Immobilienrecht
Jahrgang: 04/2008
Anbieter:
Umfang: 12 Seiten, div. Tabellen
und Abb.
 
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