Handelsimmobilien Report Nr. 13 vom 18.01.2008 |
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| Henderson/Mfi wollen in Recklinghausen Zeichen setzen, JLL übernimmt Brune Consulting Management, GPT Halverton schätzt das Potenzial deutscher Einzelhändler, Können Stadtmarketing und Centermanagement zueinander finden?, Pforzheim - zwischen hoher Anziehungskraft und moderatem Markenniveau, Metro setzt sich vom schwachen Binnenmarkt ab, Hagen - von der grauen Maus zur Einkaufsstadt mit Flair, Studie: Bayerns Städte als Outperformer, Center-Boom In Bratislava - Ab durch die Decke?, Douglas sondiert neue Auslandsmärkte |
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Der 'Handelsimmobilien Report' befasst sich als wohl einziges deutsches Medium spezifisch mit Einzelhandelsimmobilien. Die Chancen, die der Handel auch in einer reifen Volkswirtschaft bietet, haben internationale Investoren erkannt. Gerade der deutsche Handel, der auf konjunkturell schwierige Jahre in einer demografisch schwachen Volkswirtschaft zurückblickt, ist dadurch in hohem Maß international wettbewerbsfähig geworden.
Anders als bei einer Büroimmobilie verdient der Handelsein Geld wesentlich mit der Immobilie und nicht nur in der Immobilie.
Das Verständnis der Einzelhandelsimmobilie ist in viel stärkerem Maßedurch die Branche bzw. den Nutzer geprägt als z. B. bei einer Büroimmobilie,die eben dann besonders an Wert gewinnt, wenn sie möglichst unabhängigvom jeweiligen Nutzer ist. Der Einzelhandel steht mit Blick auf sichwandelnde Konsumgewohnheiten vor großen Veränderungen. Größere Flächen, Fokussierung auf bessere Standorte in wachstumsstarken Regionen,zeitgemäße Verkaufsräume, zunehmende Sanierungs- oder Nachnutzungsnotwendigkeitenund auch die Anpassung an ältere Konsumenten sind nurerste Stichworte, die Investments in Handelsimmobilien ebenso betreffen wie Projektentwicklung und Asset Management.
Weiteres Kernthema des 'Handelsimmobilien Report' ist der Bereich der Stadtentwicklung. Das Thema hat nicht nur mit Innenstadtbelebung,sondern sehr viel mit der Werterhaltung und Wertsteigerung von Einzelhandelsimmobilienzu tun. Die Erhaltung lebendiger und attraktiver Innenstädtemit zum Teil wertvollem und erhaltenswertem Immobilienbestand hat aberauch einen kulturellen Wert, der jeweils den aktuellen Handelstrends gegenübergestelltwerden muss. |
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Im Editorial gibt Ruth Vierbuchen einen Ausblick auf das Handels-Immobilienjahr 2008. Die Branche bewegt sich in einem Spannungsfeld aus großer Betriebsamkeit zu Jahresbeginn auf der einen Seite, abwartender Haltung und Sorge, weil im Zuge der Berichtsaison immer deutlicher wird, wer wie tief im Sumpf der Subprime-Krise steckt auf der anderen - und dem Optimismus, dass sehr viele Investoren mit viel Geld auf der Suche nach lukrativen Anlageobjekten sind. Der deutsche Markt für Handelsimmobilien erweist sich da als sehr attraktiv, nicht zuletzt, weil ausländische Investoren die konkurrenzfähigen deutschen Einzelhändler als Mieter schätzen.
Henderson/Mfi wollen in Recklinghausen Zeichen setzen: Im Dezember gab sich der britische Vermögensverwalter Henderson mit Blick auf das erste Objekt für den „German Shopping Center Fund“ recht geheimnisvoll. Nun ist klar, dass die britisch-deutschen Joint-Venture-Partner Henderson/Mfi in Recklinghausens City ein riesiges Areal zwecks Restrukturierung erworben haben und 180 Mio. Euro investieren wollen. Alles ist denkbar bei der Planung eines neuen Shopping-Center-Areals, um den Kaufkraftabfluss in attraktive Nachbarstädte zu verhindern. Nun beginnen die Gespräche mit Stadt und örtlichem Einzelhandel. (Vierbuchen, Seite 2).
JLL übernimmt Brune Consulting Management: Mit einem Paukenschlag hat Jones Lang LaSalle gleich zu Beginn des Jahres seine Ansprüche auch im Segment Retail angemeldet. Mit dem Kauf von Brune Consulting übernimmt Jones Lang LaSalle 9 Shopping-Center-Management-Aufträge und bringt es damit deutschlandweit auf insgesamt 15 Shopping Center-Aufträge mit 450 000 qm vorwiegend Einzelhandelsflächen.(Vierbuchen, Seite 4).
GPT Halverton schätzt das Potenzial deutscher Einzelhändler: Der britisch-australische Immobilienkonzern GPT Halverton setzt bei seinem ersten geschlossenen Fonds „German Retail Partnership“ (GRP) auf eine Mischstrategie aus Risikobereitschaft und Sicherheitsdenken. Zum einen investiert das Unternehmen im sicheren Discountbereich mit seiner großen Konjunkturresistenz. Andererseits setzt er bei der Auswahl auf Objekte, deren Mietverträge nur noch eine kurze Restlaufzeit haben und an die sich nur wenige Investoren heranwagen. (Vierbuchen, Seite 5).
Können Stadtmarketing und Centermanagement zueinander finden? Obwohl beide Seiten im Grunde die gleichen Ziele verfolgen, findet eine Kooperation selten statt. Da inzwischen fast jede größere Stadt ein Shopping Center beherbergt, ist es jedoch an der Zeit, darüber nachzudenken, wie aus dem Nebeneinander ein Miteinander wird. Grundvoraussetzung ist aus Sicht der Cima Stadtmarketing GmbH, dass beide Seiten einsehen, dass sie gemeinsam für die Attraktivität der Innenstadt verantwortlich sind. (Albers, Seite 7).
Pforzheim - zwischen hoher Anziehungskraft und moderatem Markenniveau: Seit sich die Schlössle-Galerie in der typischen Mittelstadt Pforzheim angesiedelt hat, ist die Innenstadt attraktiver geworden. Doch für Boutiquen mit Markenkleidung muss man in die größeren Nachbarstädte fahren. Der Erfolg bleibt offenbar noch hinter den Erwartungen zurück. Andererseits ist die Stadt für Kunden aus dem Umland recht attraktiv, was an der hohen Zentralitätskennziffer von 148 abzulesen ist. (Escher, Seite 8).
Metro setzt sich vom schwachen Binnenmarkt ab: Als international sehr breit aufgestellter Handelskonzern hatte die Düsseldorfer Metro Group auch 2007 keine Probleme damit, sich der negativen Sogwirkung des schwachen deutschen Binnenmarktes zu entziehen. Während Deutschlands Einzelhändler nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden einen Umsatzrückgang von 0,7 bis 1 % hinnehmen mussten, verzeichnete der drittgrößte Handelskonzern der Welt hinter Wal-Mart (USA) und Carrefour (Frankreich) ein Umsatzwachstum von 7,1 %. (Vierbuchen, Seite 9).
Hagen - von der grauen Maus zur Einkaufsstadt mit Flair: Vor allem die vielen neuen Investitionsprojekte haben dem Handelsstandort Hagen Attraktivität verliehen: Höhere Einkaufsqualität durch breite und attraktive Warensortimente, vielfältige Kulturangebote, abwechslungsreiche Innen- und Außengastronomie, gute Veranstaltungen, umfangreiche Serviceangebote, die Gründung einer starken Händlergemeinschaft, der City-Gemeinschaft Hagen, sowie eine hohe Aufenthaltsqualität auf Straßen und Plätzen geben der Neuen City Hagen Erlebnisqualität. (Weinmann, Seite 10).
Studie: Bayerns Städte als Outperformer: Die Top-Lagen der bayerischen Städte sind bei den Filialisten des Einzelhandels genau so heiß begehrt, wie bei den Anlegern, die in dieses Marktsegment investieren. So liegt das Mietpreisniveau in Bayern seit Jahren über dem Bundesdurchschnitt. Laut Comfort-Länderreport sind bei kleineren Ladenlokalen mit 80 bis 120 qm die Spitzenmieten gegenüber 2006 um durchschnittlich 4,8% gestiegen. Bei Verkaufsflächen mit 300 bis 500 qm beträgt die Steigerungsrate sogar 5,6%. (Vierbuchen, Seite 12).
Center-Boom In Bratislava - Ab durch die Decke? Die slowakische Metropole Bratislava verfügt mit Ausnahme überschaubarer Streulagen in der Altstadt weder über eine innerstädtische Top-Einkaufsstraße, noch über andere gewachsene Einzelhandelslagen, so dass sich das verfügbare Einzelhandelsangebot weitgehend auf Shopping Center in Verbindung mit Hypermärkten konzentriert. Angesichts der vielen Bauvorhaben steht jedoch ein Überangebot zu befürchten. Analog zu den Erfahrungen aus anderen EU-Beitrittsstaaten ist aber zu erwarten, dass sich bei einem grundsätzlich hohen Wachstum der Pro-Kopf-Ausgaben das Potenzial auf längere Sicht verbessern und die ein oder andere Centerplanung bei gutem Timing ihren Platz finden wird. (Jahn, Seite 13).
Douglas sondiert neue Auslandsmärkte: Wesentliches Fundament des Erfolgs ist bei der Douglas Holding AG die frühzeitige Entscheidung, mit tragfähigen Konzepten wie den Douglas-Parfümerien die Internationalisierung voranzutreiben und über diese Risikostreuung Wachstumsschwächen im Heimatmarkt abzufedern. Der Konzern ist mit 1 840 Fachgeschäften in 21 Ländern vertreten und plant den Schritt auf neue Märkte. So wurde der erste Markt in Rumänien eröffnet, das Unternehmen beteiligte sich an Parfümerien in Bulgarien und bereitet den Markteintritt in Griechenland und im arabischen Raum vor. (Vierbuchen, Seite 15) |
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| Typ: |
Report |
| Kategorie: |
Stadtentwicklung |
| Schwerpunkt: |
Einzelhandel |
| Jahrgang: |
01/2008 |
| Anbieter: |
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| Umfang: |
15 Seiten, div. Tabellen und Abb.
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