Handelsimmobilien Report Nr. 14 vom 01.02.2008 |
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| Restrukturierungspotenzial bei deutschen Shopping Centern, Jones Lang LaSalle übernimmt nun auch noch Kemper's, Problemzone Nebenlage - Nur verbindliche Ansätze helfen weiter, Im Wettstreit um die Extra-Märkte gewinnt Rewe, Lührmann strukturiert sein Unternehmen neu, Regensburg und Passau- Shopping Center als Risiko und Chance, Berliner Schloßstraße "baut" an ihrer Attraktivität, Ljubiljana ist Europas Shopping Center Stadt Nummer eins, Mode-Labels dominieren den deutschen Mietermarkt, Die Kreditkrise verlangsamt bei Arcandor das Restrukturierungstempo |
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Der 'Handelsimmobilien Report' befasst sich als wohl einziges deutsches Medium spezifisch mit Einzelhandelsimmobilien. Die Chancen, die der Handel auch in einer reifen Volkswirtschaft bietet, haben internationale Investoren erkannt. Gerade der deutsche Handel, der auf konjunkturell schwierige Jahre in einer demografisch schwachen Volkswirtschaft zurückblickt, ist dadurch in hohem Maß international wettbewerbsfähig geworden.
Anders als bei einer Büroimmobilie verdient der Handelsein Geld wesentlich mit der Immobilie und nicht nur in der Immobilie.
Das Verständnis der Einzelhandelsimmobilie ist in viel stärkerem Maßedurch die Branche bzw. den Nutzer geprägt als z. B. bei einer Büroimmobilie,die eben dann besonders an Wert gewinnt, wenn sie möglichst unabhängigvom jeweiligen Nutzer ist. Der Einzelhandel steht mit Blick auf sichwandelnde Konsumgewohnheiten vor großen Veränderungen. Größere Flächen, Fokussierung auf bessere Standorte in wachstumsstarken Regionen,zeitgemäße Verkaufsräume, zunehmende Sanierungs- oder Nachnutzungsnotwendigkeitenund auch die Anpassung an ältere Konsumenten sind nurerste Stichworte, die Investments in Handelsimmobilien ebenso betreffen wie Projektentwicklung und Asset Management.
Weiteres Kernthema des 'Handelsimmobilien Report' ist der Bereich der Stadtentwicklung. Das Thema hat nicht nur mit Innenstadtbelebung,sondern sehr viel mit der Werterhaltung und Wertsteigerung von Einzelhandelsimmobilienzu tun. Die Erhaltung lebendiger und attraktiver Innenstädtemit zum Teil wertvollem und erhaltenswertem Immobilienbestand hat aberauch einen kulturellen Wert, der jeweils den aktuellen Handelstrends gegenübergestelltwerden muss. |
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Im Editorial befasst sich Ruth Vierbuchen mit der großen Verunsicherung, die den Kapitalmarkt auch in der nächsten Zeit noch prägen wird. Das aktuelle Szenario verdeutlicht einmal mehr, wie eng die globalisierte Welt zusammengerückt ist und wie schnell nationale Einzelereignisse das verzahnte Netzwerk der Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Die Veränderungen vollziehen sich in immer schnelleren und kürzeren Rhythmen. Das gilt auch für den deutschen Handelsimmobilienmarkt. Hier steht das Thema Restrukturierung im Fokus der Investoren. Sei es beim Face-Lifting von Shopping Center, die nicht mehr up-to-date sind oder bei den SB-Warenhäusern der ersten Generation, die für heutige Ansprüche viel zu groß sind.
Restrukturierungspotenzial bei deutschen Shopping Centern: Mit Übernahme von Donaldsons mit ihrer großen Einzelhandelsexpertise hat sich DTZ im Segment Retail europaweit fest etabliert. In Deutschland setzt das Immobilienberatungsunternehmen auf das große Potenzial, das die Restrukturierung der veralteten Shopping Center bietet. Etwa 30 % der 380 größeren Einkaufszentren in Deutschland sind älter als 30 Jahre. (Vierbuchen, Seite 2)
Jones Lang LaSalle übernimmt nun auch noch Kemper's: Mit einem Paukenschlag hat das Investment und Beratungsunternehmen Jones Lang LaSalle gleich zu Jahresbeginn mit Übernahme von Brune Consulting und nun auch Kemper's seinen Führungsanspruch auch auf dem Retail Markt angemeldet. Kemper's bleibt nach der Übernahme aber unter seiner bisherigen Geschäftsführung erhalten. Allerdings wird sich der Name ändern. (Vierbuchen, Seite 4)
Problemzone Nebenlage - Nur verbindliche Ansätze helfen weiter: Viele traditionelle innerstädtische Geschäftsstraßen leiden zunehmend und dauerhaft unter Trading-Down-Tendenzen und Leerständen. Der Druck auf die Nebenlagen und Stadtteilquartiere hat sich durch die Konzentration und Flächenexpansion im Kernbereich der Innenstädte enorm erhöht. In den letzten Jahren werden deshalb überall in Deutschland neue Kooperationsformen diskutiert, die eine stärkere Einbindung von Immobilieneigentümern in die Aufwertung und Profilierung von innerstädtischen Quartieren vorsehen. (Heerde, Seite 6)
Im Wettstreit um die Extra-Märkte gewinnt Rewe: Die Zahl der Filialisten im Lebensmitteleinzelhandel sind in Deutschland nur noch rar gesät. Deshalb entspinnt sich ein harter Bieterwettbewerb um die wenigen Ketten, die auf den Markt kommen. Hauptwettbewerber sind die beiden Branchengrößen Edeka und Rewe. (Vierbuchen, Seite 8)
Lührmann strukturiert sein Unternehmen neu: Die Lührmann-Gruppe aus Osnabrück hat sich vom Makler zum Allrounder für die 1A-Lage entwickelt. Mit den vier Geschäftsfeldern Portfolio,- Property,- Projekt - und Maklermanagement sieht sich das Unternehmen nun als führender Spezialist für Einzelhandelsimmobilien, da es eines der umfassendsten Leistungsportfolios für diesen Nischenmarkt anbietet. Um das Unternehmen besser zu steuern, wurden die Bereiche unter einer Holding neu geordnet. (Vierbuchen, Seite 9)
Regensburg und Passau- Shopping Center als Risiko und Chance: Die Eröffnung der Regensburg-Arcaden im Jahr 2002 haben der Innenstadt zunächst sehr zugesetzt. Doch die Ansiedlung des spanischen Modefilialisten Zara in der City hat den Impuls gesetzt, dass auch andere Filialisten nachzogen und der innerstädtische Einzelhandel wieder Boden zurückerobern konnte. In Passau wird erwartet, dass die Eröffnung der Stadtgalerie die Attraktivität der Innenstadt noch steigert (Schalk, Seite 9)
Berliner Schloßstraße "baut" an ihrer Attraktivität: Gleich hinter den Berliner Top-Lagen Kurfürstendamm und Tauentzienstraße rangiert nach einer Untersuchung von Engel & Völkers Gewerbe Berlin die Schloßstraße im Stadtteil Steglitz auf Rang 2. Demnach gibt es kaum einen Berliner Einzelhandelsstandort, an dem in den letzten zehn Jahren so viele Einzelhandelsimmobilien realisiert oder umgebaut wurden und in den so viel investiert wird wie in der Schloßstraße. (Vierbuchen, Seite 11)
Ljubiljana ist Europas Shopping Center Stadt Nummer eins: In der Hauptstadt Sloweniens ist ein Ende des Flächenwachstums angesichts der vielfältigen Planungsobjekte nicht in Sicht. so dass die Stadt ihre Spitzenposition hinsichtlich der Verkaufsflächenausstattung wohl auch künftig behalten dürfte. Der Wettbewerb der Standorte dürfte jedoch u.a. mit der Fertigstellung des "Emonika City Centers" eine neue Dimension erreichen, die zu Verschiebungen in der Handelslandschaft und strukturellen Ausleseprozessen führen dürfte. (Müller, Seite 12).
Mode-Labels dominieren den deutschen Mietermarkt: Das Vermietungsvolumen in deutschen Top-Einkaufsstraßen hat nach einer Untersuchung des Düsseldorfer Maklerunternehmens Kemper's leicht über dem des Jahres 2006 gelegen und der geschäftsführende Gesellschafter Gerhard K. Kemper glaubt, dass sich die gute Marktentwicklung in Deutschlands 1a-Lagen auch 2008 fortsetzen wird. Dabei könnten auch gut positionierte Stadtteillagen in den Metropolen an der positiven Entwicklung partizipieren. Quer über alle Ladengrößen hinweg treten Mode-Anbieter mit weitem Abstand als häufigste Nachfrager auf. (Vierbuchen, Seite 14)
Die Kreditkrise verlangsamt bei Arcandor das Restrukturierungstempo: Beim Thema Verkauf seines 49%-Anteils an den Karstadt-Immobilien, die der Highstreet Fonds hält, gibt sich der Touristik- und Handelskonzern einsilbig. In Kürze werde der Deal geclosed, heißt es. Auf ein konkretes Datum mag sich Arcandor-Chef Thomas Middelhoff nicht mehr festlegen, angesichts der Unwägbarkeiten, die die Kreditkrise beim Verkauf großer Immobilien-Pakete mit sich bringt. (Vierbuchen, Seite 15)
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| Typ: |
Report |
| Kategorie: |
Stadtentwicklung |
| Schwerpunkt: |
Einzelhandel |
| Jahrgang: |
02/2008 |
| Anbieter: |
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| Umfang: |
15 Seiten, div. Tabellen und Abb.
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