Handelsimmobilien Report Nr. 16 vom 29.02.2008 |
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| Erstklassige Einzelhandelsimmobilien zeigen sich krisenresistent, ING Real Estate schafft ein gutes Entrée auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt, Kommt nach Frenks Abschied bei Edeka ein Strategiewechsel?, Deutsche EuroShop mit Wachstumsschub, München liegt bei Mieten uneinholbar an er Spitze, Dubai setzt bei Shopping Malls Weltmaßstäbe, Gladbeck punktet mit seinem Angebot aus Textilien, Sport und Hobby, Coburg kämpft um sein neues Innenstadt-Konzept, Prag - Erkenntnisse in einem reifen Shopping-Center-Mark, Flucht in Qualität: Die Sicherheit von Handelsimmobilie |
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Der 'Handelsimmobilien Report' befasst sich als wohl einziges deutsches Medium spezifisch mit Einzelhandelsimmobilien. Die Chancen, die der Handel auch in einer reifen Volkswirtschaft bietet, haben internationale Investoren erkannt. Gerade der deutsche Handel, der auf konjunkturell schwierige Jahre in einer demografisch schwachen Volkswirtschaft zurückblickt, ist dadurch in hohem Maß international wettbewerbsfähig geworden.
Anders als bei einer Büroimmobilie verdient der Handelsein Geld wesentlich mit der Immobilie und nicht nur in der Immobilie.
Das Verständnis der Einzelhandelsimmobilie ist in viel stärkerem Maßedurch die Branche bzw. den Nutzer geprägt als z. B. bei einer Büroimmobilie,die eben dann besonders an Wert gewinnt, wenn sie möglichst unabhängigvom jeweiligen Nutzer ist. Der Einzelhandel steht mit Blick auf sichwandelnde Konsumgewohnheiten vor großen Veränderungen. Größere Flächen, Fokussierung auf bessere Standorte in wachstumsstarken Regionen,zeitgemäße Verkaufsräume, zunehmende Sanierungs- oder Nachnutzungsnotwendigkeitenund auch die Anpassung an ältere Konsumenten sind nurerste Stichworte, die Investments in Handelsimmobilien ebenso betreffen wie Projektentwicklung und Asset Management.
Weiteres Kernthema des 'Handelsimmobilien Report' ist der Bereich der Stadtentwicklung. Das Thema hat nicht nur mit Innenstadtbelebung,sondern sehr viel mit der Werterhaltung und Wertsteigerung von Einzelhandelsimmobilienzu tun. Die Erhaltung lebendiger und attraktiver Innenstädtemit zum Teil wertvollem und erhaltenswertem Immobilienbestand hat aberauch einen kulturellen Wert, der jeweils den aktuellen Handelstrends gegenübergestelltwerden muss. |
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Im Editorial befasst sich Ruth Vierbuchen mit dem gravierenden Strukturwandel, vor dem deutsche Innenstädten stehen. Auslöser für den Wandel ist das große Interesse der Investoren an neuen Shopping Center. 50 neue Center sollen in den nächsten Jahren entstehen. Doch die zusätzliche Fläche trifft auf eine Einzelhandelslandschaft, die bereits sehr gut mit Verkaufsfläche ausgestattet ist. Da Kaufkraft und Einzelhandelsumsatz nicht wachsen, wird der Verdrängungswettbewerb unter den Top-Lagen zu Lasten der Randlagen und Kleinstädte weiter gehen. Viel zu spät haben deutsche Kommunen damit begonnen, die Immobilieneigentümer in eine konstruktive Stadtentwicklung einzubinden.
Erstklassige Einzelhandelsimmobilien zeigen sich krisenresistent: Auch 2007 war das Interesse der Investoren an kontinentaleuropäischen Einzelhandelsimmobilien ungebrochen. Um 8 Prozent wurde der gute Vorjahreswert laut Jones Lang LaSalle überboten, auch wenn das Transaktionsvolumen im letzten Quartal unter dem Vorjahr lag. Deutschland führte die Rangliste erneut an und gehört auch 2008 neben Skandinavien zu den Ländern, die im Fokus der Investoren bleiben. Bei den Renditen erstklassiger Objekte zeigte die Krise keine Auswirkungen. (Vierbuchen, Seite 2).
ING Real Estate schafft ein gutes Entrée auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt: Das Unternehmen mit niederländischen Wurzeln gehört zu den größten Immobilienunternehmen der Welt. Bei ING Real Estate stehen Handelsimmobilien auf der Präferenzliste ganz oben. In Deutschland, wo das Unternehmen seit 2002 vertreten ist, sieht ING bei den Mieten eine gute Performance. Der Bereich ING Real Estate Investment Management Germany GmbH engagiert sich bei seinem ersten deutschen Handelsobjekt an der Seite der Hamburger ECE bei der Stadtgalerie Heilbronn. An diese Galerie knüpfen die Heilbronner große Erwartungen im Wettbewerb mit Stuttgart. (Vierbuchen, Seite 4).
Kommt nach Frenks Abschied bei Edeka ein Strategiewechsel? Alfons Frenk verlässt Edeka aus familiären Gründen zum 30. April. Bei der aus einer Einkaufsgenossenschaft entstandenen Edeka steht der Name Frenk für offensive Strategie und Expansion. Selbst die Übernahme der Kölner Rewe-Gruppe, so wird kolportiert, soll er einmal geplant haben. Frenk tritt im 100. Jubiläumsjahr mit einem guten Ergebnis ab. Nun stellt sich die Frage, welchen Kurs sein Nachfolger Markus Mosa, bisher Finanzvorstand, ab 1. Mai einschlagen wird. (Vierbuchen, Seite 6).
Deutsche EuroShop mit Wachstumsschub: Die im M-Dax notierte Deutsche EuroShop AG (DES) aus Hamburg plant für 2008 ein Wachstum mit zweistelligen Raten. So will der Bestandshalter von Shopping Center den Umsatz um 17 % auf 110 bis 113 Mio. Euro steigern, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 20 % auf 90 bis 92 Mio. Euro und das Vorsteuerergebnis um 19 % auf 43 bis 45 Mio. Euro. Wesentlicher Grund für die stattlichen Zuwächse sind die Eröffnung der beiden voll vermieteten innerstädtischen Shopping Center in Hameln und Passau. (Vierbuchen, Seite 8).
München liegt bei Mieten uneinholbar an er Spitze: Die positive Entwicklung auf dem Markt für Einzelhandelsimmobilien wird sich nach Einschätzung des Maklerunternehmens Brockhoff & Partner auch 2008 fortsetzen. Das wird sich auch bei der Entwicklung der Mieten zeigen. Doch bekanntlich entwickeln sich die Mietpreise in den Regionen unterschiedlich. Die drei Spitzenreiter sind laut Brockhoff & Partner München, Stuttgart und Köln, wobei die bayerische Landeshauptstadt "in Deutschland das Maß aller Dinge ist". (Vierbuchen, Seite 9).
Dubai setzt bei Shopping Malls Weltmaßstäbe: Weltweit vollziehen sich die Wachstumszyklen immer schneller. Doch wer die Entwicklung im Zeitraffer erleben will, der muss in die Vereinigten Arabischen Emirate in der Süd-Ost-Ecke der arabischen Halbinsel gehen - und hier insbesondere nach Dubai. Was sich in anderen Ländern normalerweise in zehn Jahren entwickelt, vollzieht sich hier in nur zwei Jahren. Im Shopping-Center-Segment setzt Dubai, das zeigen Zahlen und Beispiele, Weltmaßstäbe. Eine "Stadt in der Stadt" bildet beispielsweise die "Dubai Festival City", die nach ihrer Fertigstellung 2011 etwa 17 Mio. qm umfassen wird. (Vierbuchen, Seite 10).
Gladbeck punktet mit seinem Angebot aus Textilien, Sport und Hobby: Die 80 000 Einwohner-Stadt Gladbeck im nördlichen Ruhrgebiet verfügt nicht über ein größeres Einzugsgebiet, da die angrenzenden Städte wie Dorsten, Bottrop und Gelsenkirchen-Buer selbst über entsprechende Einkaufszonen verfügen. Dennoch ist das Interesse regionaler wie überregionaler Filialisten recht groß. Die gute Position fußt aus Sicht von Experten in erster Linie auf der überörtlichen Kaufkraftbindung in den Segmenten Bekleidung, Sportgeräte, Hobbybedarf und Heimtextilien. (Lilienthal, Seite 11).
Coburg kämpft um sein neues Innenstadt-Konzept: In Coburg scheinen Teile der Politik gegen große Teile der Wirtschaft zu kämpfen. Sinnbild ist ein Bürgerbegehren, in dem sich die Mehrheit für das "Neue Innenstadtkonzept" ausgesprochen hat. Doch in einigen Teilen der Politik fand das Konzept keine Zustimmung und der Konflikt gipfelte in der Abspaltung eines Teiles der CSU-Ratsfraktion. Dabei könnte in der prosperierenden Stadt alles so einfach sein. Die Kaufkraft bleibt zum größten Teil vor Ort, da die Stadt schlecht an das Autobahnnetz angebunden ist und die Coburger andere Städte nur schlecht erreichen. Ebenso ist das gesamte Umland stark auf die Einkaufsstadt Coburg angewiesen. (Schalk, Seite 13).
Prag - Erkenntnisse in einem reifen Shopping-Center-Markt: Unabhängig von Sättigungstendenzen bleibt Prag ein interessantes Feld für Shopping-Center-Entwicklungen. Auch wenn Anzahl und Flächenausstattung schon überdurchschnittlich hoch sind, so hält sich die Qualität einiger Center der ersten und zweiten Generation soweit in Grenzen, dass ein Ausscheiden aus dem Markt kein Bedauern hervorrufen würde. Somit bleibt es mit Blick auf die sehr liberale Genehmigungspraxis in Prag dem freien Spiel der Kräfte überlassen, dass sich mit Realisierung neuer Projekte der dritten und vierten Generation die Qualität der Center insgesamt verbessern wird. (Jahn, Seite 14).
Flucht in Qualität: Die Sicherheit von Handelsimmobilien: Die Kreditkrise hat die Spielregeln, nach denen der Markt für Einzelhandelsimmobilien besonders unter dem Einfluss ausländischer Opportunisten in den vergangenen beiden Jahren funktioniert hat, ziemlich durcheinander gewirbelt. Die Karten wurden neu gemischt. Seit Herbst lautet das Motto: "Flucht in die Qualität". Im Rahmen der Expertenrunde, die während des Heuer-Kongresses "Handels Dialog" in Düsseldorf über die Frage diskutierte, ob "Investitionen in Einzelhandelsimmobilien noch sicher sind", führten die Teilnehmer zahlreiche Argumente zugunsten der Retail-Assets an. (Vierbuchen, Seite 16). |
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| Typ: |
Report |
| Kategorie: |
Stadtentwicklung |
| Schwerpunkt: |
Einzelhandel |
| Jahrgang: |
02/2008 |
| Anbieter: |
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| Umfang: |
14 Seiten, div. Tabellen und Abb.
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