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Innovationspreis 2006 Wissensmangement
Rückstellungen für die Instandhaltung von Wohnimmobilien
 
Die Kosten für die Erhaltung und Wiederherstellung des Nutzwertes einer Immobilie werden durch Rückstellungen abgedeckt. Sie sollen Höhe und Fälligkeit von künftigen Instandhaltungsmaßnahmen berücksichtigen. Fehler bei der Ermittlung der anzusammelnden Rückstellungen können als Folge fehlender Mittel zu einem Instandhaltungsstau bzw. Sonderumlagen oder im umgekehrten Fall zu einer unnötigen Bindung von Kapital mit unzureichender Verzinsung führen. Für größere und komplexe Immobilien sollten deshalb Ergebnisse aus objektspezifischen und bautechnisch orientierten Untersuchungen vorliegen, um angemessene Rückstellungsansätze ableiten zu können.
 
Die Bewirtschaftung von Wohnimmobilien erfordert ein vorausschauendes Handeln und Kalkulieren der in Zukunft entstehenden Kosten für Wartung, Inspektion und Instandsetzung und für eventuell anfallende Kosten für Modernisierung und Revitalisierung. Der Bereich der Immobilienverwaltung wird häufig von Fachleuten der Betriebswirtschaft ausgeübt, die eine gute betriebswirtschaftliche Verwaltung leisten, sich aber im Bereich der Rückstellungsbildung auf allgemeine Kennzahlen und einfache Formeln berufen. Tatsächlich aber sollte die Höhe der entstehenden Kosten für die Instandhaltung für jedes Gebäude individuell berechnet werden.

Die Vielfalt der kostenrelevanten Elemente in Gebäuden für die Instandhaltung ist groß. Es sollte für jedes Gebäudeteil abgeschätzt werden, wann eine Reparatur bzw. Neueinbau erforderlich ist. Die zeitliche Abschätzung und die erwartete Höhe der Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen erfordert bautechnisches Verständnis. Die fachliche Beurteilung und das spezielle Wissen über Baustoffe und Bautechniken sind erforderlich.

Schäden, die frühzeitig erkannt und repariert werden, verhindern ein Ausweiten des Schadens auf andere Bauteile. Wird ein Schaden erst spät entdeckt, oder ist eine Renovierungsmaßnahme wegen fehlender Rückstellungen erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich, kann der Schaden durch Witterungseinflüsse oder durch den täglichen Gebrauch Ausmaße annehmen die ein Vielfaches des ursprünglichen Schadens betragen.

Als Folge mangelnder Wartung und Inspektion können Ausfälle von technischen Einrichtungen und Bauteilen einer Immobilie zu Schäden führen deren Regulierung für den Mieter bzw. Eigentümer nicht nur durch Geldwerte zu ersetzen sind.

Eine kontinuierliche Kontrolle, eine stetige Datenerfassung und Datenauswertung und eine verlässliche Abschätzung der künftig anfallenden Kosten der Immobilie sind die Grundlage für eine gute Immobilienverwaltung.


Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis    9
Abkürzungsverzeichnis    12
1.    Einleitung    13
2.    Begriffsdefinitionen    15
2.1    Facility Management    15
2.2    Gebäudemanagement    15
2.3    Instandhaltung    16
2.3.1    Inspektion und Wartung    16
2.3.2    Instandsetzung    17
2.3.2.1    Kleine, große Instandsetzungen    17
2.4    Abgrenzung zu anderen Veränderungsmaßnahmen    17
2.4.1    Sanierung    17
2.4.2    Modernisierung    18
2.4.3    Revitalisierung    19
3.    Bauliche Einflussfaktoren auf die Kosten einer Immobilie    20
3.1    Der Lebenszyklus von Gebäuden    20
3.1.1    Einfluss des Facility Management in der Planungsphase auf die Gesamtkosten    22
3.1.2    Einfluss der Kosten in der Nutzungsphase auf die Gesamtkosten einer Immobilie    24
4.    Die Wohnimmobilie und deren Bewirtschaftung    26
4.1    Das Wohnungseigentum    26
4.1.1    Stockwerkseigentum    26
4.1.2    Wohnungseigentum nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG)    26
4.1.2.1    Unterschiede zwischen einer BGB-Gemeinschaft und einer Eigentümergemeinschaft    27
4.1.2.2    Begründungsformen des Wohneigentums nach WEG    27
4.1.2.3    Bedeutung und Bemessung der Miteigentumsanteile am gemeinschaftlichen Eigentum    28
4.1.2.4    Abgrenzung der Eigentumsverhältnisse von Wohnungseigentum    29
4.1.2.4.1.1    Sondereigentum    29
4.1.2.4.1.2    Gemeinschaftseigentum    29
4.1.2.4.2    Abgrenzungsprobleme zwischen Gemeinschafts- und Sondereigentum    31
4.2    Immobilienbewirtschaftung als Teilbereich des Facility Management    31
4.3    Betriebskosten von Immobilien    33
4.4    Unterschiedliche Interessenslagen am gleichen Objekt    36
4.4.1    Der Eigentümer    36
4.4.2    Der Nutzer    37
4.4.3    Der Betreiber    37
4.4.4    Die Gesellschaft    38
5.    Rückstellungen    39
5.1    Rückstellungen und Rücklagen    39
5.2    Zweck der Bildung von Rückstellungen    39
5.3    Problematik bei der Abschätzung der Höhe der erforderlichen Rückstellungen    40
5.4    Bildung der IR    41
5.5    Interessenskonflikte bei der Bildung der IR    42
5.6    Einflussfaktoren auf die Höhe der IR    44
5.6.1    Lebensdauer von Gebäudeelementen    44
5.6.2    Einflussfaktoren auf das Abnutzungsverhalten und die Lebensdauer von Gebäuden und deren Elemente    45
5.6.3    Inspektions- und Wartungsintervalle    47
6.    Methoden und Einflussfaktoren für die Ermittlung der erforderlichen Strategien der Instandhaltung    50
6.1    Rückstellungen    50
6.1.1    Instandhaltung nach der Ausfallstrategie    51
6.1.2    Instandhaltung nach der Inspektionsstrategie    52
6.1.3    Instandhaltung nach der Präventivstrategie    52
6.2    Konventionelle Methoden zur Bemessung der IRen    53
6.2.1    Einfache objektorientierte Berechnungsmethoden    53
6.2.1.1    Formel von Stein    54
6.2.1.2    Formel von Peters    54
6.2.1.3    Formel von v. Hauff    55
6.2.1.4    Instandhaltungspauschalen im öffentlich geförderten Wohnungsbau    55
6.2.2    Bewertung der Ansätze für Baupreissteigerungen    57
6.2.3    Vergleich der Ergebnisse einfacher Berechnungsmethoden    59
6.2.3.1    Vergleich der ermittelten IR-Zuweisungen    60
6.2.3.2    Beispiel für Finanzierung von Instandhaltungsmaßnahmen aus den Rückstellungen    61
6.3    Konventionelle, elementorientierte Berechnungsmethoden    64
6.3.1    Vorgehensweise    65
6.3.2    Kostengliederung    66
6.3.3    Kostengewichtung der Gewerke    68
6.3.4    Konzentrationsanalyse-Analyse    70
6.3.5    Erwartungswerte bedeutsamer Gebäudeelemente    72
6.3.5.1    Kostenintensive Gebäudeelemente    72
6.3.5.1.1    Fenster und Türen    72
6.3.5.1.2    Fassaden    73
6.3.5.1.3    Dächer    73
6.3.5.1.4    Bodenbeläge    73
6.3.5.1.5    Heizflächen    74
6.3.5.2    Lebenszykluskosten kostengewichtiger Gebäudeelemente    74
6.4    EDV-Programme zur Ermittlung der erforderlichen Rückstellungen    82
6.4.1    Die „Individuelle Instandhaltungsrückstellungsplanung“    82
6.4.2    Instandhaltungsrückstellungsplanung mit EPIQR    88
6.4.2.1    Konzept    88
6.4.2.1.1    Instandsetzung    89
6.4.2.1.2    Energieanalyse    92
6.4.2.1.3    Wohnraumqualität    94
6.4.2.2    Optimierung des Instandhaltungsbedarfs durch Einteilung der Gebäudeelemente in Zustandsklassen    95
6.4.2.2.1    Ermittlung der Wahrscheinlichkeitsverteilung von Gebäudeelementen    95
6.4.2.3    Vorhersage der Kosten für die Instandsetzung    98
6.4.2.3.1    Instandhaltungsplanung von Haustüren unter Berücksichtigung der Lebensdauer    99
6.4.2.3.1.1    Szenarien    100
6.5    Instrumentarium für die Optimierung der IRen    106
6.5.1    Konventionelle Verwalterpraxis    106
6.5.2    Einsatz von Gebäudeinformationssystemen    107
6.5.3    Anwendung von EDV-Systemen in der Praxis    108
7    Überprüfung der Ansätze für Rückstellungen an Hand einer Fallstudie und Vorschlag für künftiges Vorgehen    109
7.1    Fallstudie    109
7.1.1    Beschreibung des Objektes    109
7.1.2    Aufnahme und Unterteilung der bisher angefallenen Instandhaltungskosten    110
7.1.3    Auswertung der Instandhaltungskosten    111
7.1.3.1    Gewichtung der Bauleistungsbereiche    111
7.1.3.2    Zeitlicher Verlauf der Instandhaltungsmaßnahmen    114
7.1.4    Vergleich der ermittelten Instandhaltungskosten mit konventionellen Ansätzen für IR-Zuweisungen    120
7.1.5    Vergleich der Instandhaltungskosten mit EPIQR    123
7.2    Ermittlung der IR-Zuweisungen in der Verwalterpraxis    123
7.3    Formeln oder EDV-Programme?    124
7.3.1    Formeln    124
7.3.2    EDV-unterstützte, elementbezogene Verfahren    124
7.4    Vorschlag für das Vorgehen bei der Bildung angemessener Rückstellungen    125
7.4.1    Objektbezogene Grobschätzung    125
7.4.2    Gebäudeelementbezogene Feinschätzung    126
7.4.3    Festlegen IR-Zuweisungen    126
7.4.4    Aufbau eines technischen Expertenwissens    126
8.    Zusammenfassung und Ausblick    128
8.1    Zusammenfassung    128
8.2    Ausblick    130
Literaturverzeichnis    132
Anhang    135
 
Alle wichtigen Daten auf einen Blick
Typ: Diplomarbeit
Kategorie: Wohnimmobilien
Schwerpunkt: Facility Management
Artikelnr.: 90009317
Jahrgang: 01/2004
Anbieter: Diplomica Verlag GmbH
Umfang: 165 Seiten
Note: 1,3
Art der Hochschule: Universität Stuttgart
 
Verfügbare Formate: Netto-Preis:  
62,18 €
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Rückstellungen für die Instandhaltung von Wohnimmobilien
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