Immobilienmarkt Berlin |
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| Seit der Wiedervereinigung hat sich die Berliner Wirtschaft unterdurchschnittlich entwickelt: In sieben von zehn Jahren schrumpfte die Wirtschaftsleistung sogar; 2004 lag der Wert für das Berliner Bruttoinlandsprodukt pro Kopf unter dem Wert von 1991. Auch 2005 dürfte das BIP nur um real gut 0,5% zulegen. |
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| Diese Studie zeigt auf welche wirtschaftlichen Faktoren den Immobilienmarkt in Berlin beeinflussen.
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Die schlechte Entwicklung ist zu großen Teilen dem anhaltenden Strukturwandel geschuldet. Da sich wichtige Dienstleistungscluster an anderen Standorten etabliert haben, kann Beschäftigungswachstum (fast) ausschließlich in neuen Sektoren (IuK-Technologie, Medien und Biotechnologie) entstehen.
- Mittel- bis langfristig sind die Aussichten besser.
Dafür sprechen die sehr gute Bildungs- und Forschungsinfrastruktur sowie die offene Gesellschaft der Stadt. Dies zieht junge, kreative Menschen an und erleichtert so die mittel- bis langfristige Ansiedlung neuer Wirtschaftszweige. - Die Büromärkte haben in den letzten Jahren viele Investoren enttäuscht:
Zwar wurde das Flächenangebot seit der Jahrtausendwende nicht mehr so stark ausgedehnt wie in den 90er Jahren; angesichts der schleppenden Nachfrage war jedoch selbst dieser moderate Anstieg zu stark, sodass aktuell jedes zehnte Büro unvermietet ist.Wir rechnen damit, dass die Leerstandsquote bis 2009 nur moderat sinkt und die Mieten ab 2006 nur langsam steigen: Ende dieses Jahrzehnts werden die Spitzenmieten um rd. 10% über dem heutigen Niveau liegen. - Die Einzelhandelsumsätze in Berlin sind 2004 zum vierten Mal in Folge zurückgegangen.
Da gleichzeitig mit der sinkenden Kaufkraft die Einzelhandelsflächen ausgeweitet wurden, nahm die Flächenproduktivität deutlich ab. Das hat die Einzelhandelsmieten erheblich unter Druck gebracht. Mittlerweile gehen nicht nur die Mieten in der Peripherie zurück – auch in den Toplagen gibt es deutliche Preisabschläge. Die gravierendsten Anpassungen dürften allerdings vorbei sein. - Die Wohnungsmieten und -preise sind seit Jahren – nicht zuletzt aufgrund der massiven Angebotsausdehnung im Mehrfamiliensegment – zurückgegangen.
Zwar liegen die Wohnungsmieten heute zum Teil deutlich unter dem Niveau anderer westdeutscher Städte; dies entspricht jedoch im Wesentlichen den Unterschieden der jeweiligen verfügbaren Einkommen. Für die kommenden Jahre ist folglich nicht mit starken Preisänderungen zu rechnen – weder nach oben noch nach unten.
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| Typ: |
Trendbericht |
| Kategorie: |
Wohnimmobilien |
| Jahrgang: |
03/2005 |
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| Autor: |
Tobias Just / Guido Spars |
| Umfang: |
28 Seiten mit div. Abb. u. Tabellen
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