Die Bundesvereinigung Kanutouristik
ist die Vereinigung führender Kanureiseveranstalter in Deutschland. Grundsätzlicher
Gedanke der Vereinigung ist, einen umweltverträglichen, kontrollierten
Kanutourismus zu fördern und die Interessen des Kanutourismus politisch
zu vertreten. Konkrete Ziele der Vereinigung sind
- die Qualität sowohl der Veranstalter und der Ausrüstung, sowie der örtlichen
Infrastruktur zu verbessern,
- den Kunden ein hohes Maß an Sicherheit
zu bieten,
- den Kanutourismus so weit als möglich naturverträglich
zu gestalten.
Qualität
Die Bundesvereinigung Kanutouristik hat das Qualitäts- und Umweltsiegel
für den Kanutourismus entwickelt, das hohe qualitative Rahmenbedingungen
für die kanutouristischen Unternehmen im Hinblick auf Service, Sicherheit
und Naturverhalten setzt. Das Qualitäts- und Umweltsiegel beinhaltet
Verpflichtungen zu Fragen der Personenbeförderung, zu Fragen der notwendigen
Ausrüstung sowie eine Selbstverpflichtung zu Einweisungen und Informationsweitergabe.
Ein Ausbildungs- und Schulungsprogramm für Kanureiseleiter wurde entwickelt.
Das Qualitäts- und Umweltsiegel wird zusammen mit wesentlichen Institutionen,
Verbänden und Behörden abgestimmt und setzt neue Maßstäbe im Kanutourismus.
Die Festsetzung von Qualitätskriterien für den Kanutourismus ist bisher
einmalig, und die Bundesvereinigung Kanutouristik ist stolz darauf, diese
Aufgabe wahrnehmen zu können.
Sicherheit
Die Sicherheit der Kunden steht im Mittelpunkt der Bestrebungen der Bundesvereinigung.
Aus diesem Grund setzt sich die Vereinigung beispielsweise massiv für
eine international übliche Schwimmhilfen-Tragepflicht für Kanufahrer
und -fahrerinnen auf deutschen Flüssen ein. Da bisher kein Gesetz diese
Pflicht vorsieht, haben die Mitglieder der Bundesvereinigung Kanutouristik
im November 1998 eine Selbstverpflichtung abgegeben, eine Schwimmhilfen-Tragepflicht
für ihre Kunden einzuführen.
Naturschutz
Die Bundesvereinigung Kanutouristik hat im November 1998 17 Thesen zum
Thema Kanutourismus und Naturschutz verabschiedet. Wesentlicher Inhalt
der Stellungnahme ist die Forderung, die Erholungs- und Freizeitnutzung
in Natur und Landschaft zu gewährleisten und sie zugleich auch umwelt-
und landschaftsverträglich zu gestalten und zu lenken. Die Bewahrung
lebenserhaltender ökologischer Prozesse und Naturkreisläufe, die Erhaltung
der Artenvielfalt und die schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen
sind Voraussetzung für einen naturverträglichen Tourismus und somit ureigenste
Ziele der Bundesvereinigung Kanutouristik.
Um einen ökologisch und ökonomisch tragfähigen Tourismus zu entwickeln,
sind Lenkungsmaßnahmen, angepasst an die jeweiligen örtlichen Verhältnisse,
verbunden mit der Schaffung von kanutouristischer Infrastruktur unerlässlich.
Die Bundesvereinigung bietet allen Behörden und Verbänden ihre aktive Mitarbeit
an und kann auf weitreichende Erfahrung bei der Umsetzung von Lenkungs-
und Infrastrukturmaßnahmen in einigen Regionen Deutschlands zurückblicken.
Die Mitgliedsfirmen
Der Bundesvereinigung Kanutouristik haben sich Kanureiseveranstalter
aus dem gesamten Bundesgebiet angeschlossen. Sie verpflichten sich, die
von der Bundesvereinigung erstellten Standards und Selbstverpflichtungen
uneingeschränkt umzusetzen. Sie setzen sich auf örtlicher und überregionaler
Ebene für einen naturverträglichen Tourismus ein und unterstützen Planungen
für Lenkungs- und Infrastrukturmaßnahmen. Der Kunde hat die Garantie,
dass er bei einer Mitgliedsfirma der Bundesvereinigung die bestmöglichen
Sicherheitsstandards sowie seinen Bedürfnissen und den Anforderungen
des Einsatzgebietes angepasstes Material erhält und in naturschutzgerechtes
Paddeln eingewiesen wird. |